| Die Jahre von 1913
bis 1949 |
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| 1913 |
In einer
Ausschusssitzung des 1. Fußballclub Nürnberg im
September 1913 regte August Hussel
an, Schwimmen in das Sportprogramm des 1. FCN
aufzunehmen. Vom damaligen Vorstand wurde dies begrüßt und Herr Hussel beauftragt alle
Interessierten des Clubs zu einem Gespräch
einzuladen, um über die Gründung einer
Schwimmabteilung zu beraten. Das Interesse am
Schwimmsport war vorhanden und somit war die
Voraussetzung zur Gründung der Schwimmabteilung
im 1. FC Nürnberg gegeben.
Im gleichen Jahr wurde auch damit begonnen
Wasserball als Mannschaftssportart in das
Programm aufzunehmen. Mit wenig Erfolg zunächst.
Denn das erste Spiel überhaupt endete mit einem
0:12 gegen den 1. Nürnberger Schwimmverein (NSV)
07
Von den heute noch existierenden
Schwimmabteilugen bzw. - Vereinen in Nürnberg
gab es lediglich den TSV 1846 (gegr. 1912) und
den SB Bayern 07 (Fusion zwischen NSV 07 und
Schwimmerbund Bayern) vor 1913.
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| 1914 |
Philipp Kühn wechselte vom
Schwimmverein 1907 zum 1. FCN und uebernahm die Vereinsführung von August Hussel. Im gleichen
Jahr wurde erstmals das Volksbad für den
Übungsbetrieb angemietet. Am ersten Abend waren über 100 Mitglieder im Schwimmbecken!
Im Januar 1914 gab es dann den ersten
Wasserballsieg mit 6:0 gegen den TSV 1846, im
Frühjahr folgte ein Sieg gegen Coburg (7:1).
Im März 1914 wird die Schwimmabteilung des 1. FC Nürnberg im Deutschen Schwimmverband
aufgenommen.
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| 1917 |
Der erste Weltkrieg
riss große Lücken. Als Leonhard Küspert die
Leitung übernahm, zählte die Abteilung gerade
noch 23 Mitglieder. Nur fünf Übungsabende fanden im
Volksbad statt, bis das Bad geschlossen wurde. Um
wenigstens in den Sommermonaten eine
Badegelegenheit zu haben, gewährte der
Schwimmerbund Bayern Unterschlupf am Pulversee. |
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| 1919 |
Nach Kriegsende kehrten nicht
alle aus dem Feld bzw. der Gefangenschaft zurück
- einige junge Aktive waren im Krieg gefallen.
Zur Jahreshauptversammlung konnte
Abteilungsleiter Wilhelm Müller inzwischen
wieder 158 Mitglieder vorweisen.
Das Volksbad wurde wieder geöffnet, die
Übungsabende waren wieder gut besucht.
Wettkampfschwimmerinnen und -schwimmer des Clubs
nahmen an Veranstaltungen von Augsburg bis Jena
teil. Für die Sommermonate gelang es, das
Dutzendteichbad zu bekommen. Mittlerweile war
aber der Wunsch nach einer eigenen Freibadanlage
schon geboren. Die Herren Kühn und Zähe
wurden beauftragt einen geeigneten Platz
ausfindig zu machen. Die Verhandlungen mit dem
Besitzer des Langsees standen kurz vor dem
Abschluss, als die Idee aufkam, ein Sportbad in
Zabo zu errichten. Am 19. August 1919 nahm der
amtierende Clubvorsitzende Dr. Neuburger den
ersten Spatenstich vor. Um die Baukosten niedrig
zu halten, übernahmen die Mitglieder die
Erdarbeiten. Die fortschreitende Inflation
stellte den Bau des Sportparks samt Schwimmbad in
Frage. Die Motivation der Mitglieder ließ
deshalb merklich nach und versiegte dann
gänzlich. Was blieb war ein weniger schönes
Loch.
Mit dem Naturgartenbad in Mögeldorf wurde ein
Nutzungsabkommen getroffen das den Clubschwimmern
in den Sommermonaten eine Trainingsmöglichkeit
sicherte. |
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| 1922 |
Im Juni trug die
Wasserballmannschaft des Clubs ihr erstes internationales Spiel gegen den Club de Nation aus
Genf aus, das mit 3:2 gewonnen wurde.
Der Mitgliederstand erhöhte sich in diesem Jahr
auf 583 (identisch mit dem aus dem Jahr 2000!)
Bei der Benutzung des Volksbades musste eine
Kopfsteuer an den Deutschen Schwimmverband
abgeführt werden. |
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| 1923 |
Die Inflationszeit: Im Januar
kostete die Vereinszeitung 30 Mark, im Juni
bereits 100 Mark. Ab August gab es die
Vereinzeitung zum Tagespreis. Die
Mitgliedsbeiträge wurden neu festgelegt:
100.000,- Mark für passive, fördernde
Mitglieder 50.000,- Mark für sporttreibende
Mitglieder 20.000,- Mark für sportausübende
Mitglieder Die Aufnahmegebühr entsprach einem
Vierteljahresbeitrag.
Am 30. September wurde das 10jährige Jubiläum
der Schwimmabteilung im Volksbad gefeiert. Die
Karten kosteten 30.000 Mark für einen Sitzplatz
und 15.000,- für einen Stehplatz. |
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| 1925 |
Zur
Finanzierung des Schwimmbades in Zabo stellte die
Stadt Nürnberg eine Hypothek in Höhe von 70.000
Mark zur Verfügung. Damit waren 50 % der
Bausumme gesichert, der Rest musste aus Spenden,
Vereinsmitteln oder sonstigen Zuwendungen
erbracht werden. Unter Mithilfe anderer
Abteilungen konnten die Erdarbeiten pünktlich
abgeschlossen werden. Am 28. Juni 1925 um 10 Uhr
war es soweit. Mit Festreden wurde das Bad seiner
Bestimmung übergeben. Die Mitglieder mussten 30
Pfennige Badeintritt bezahlen. |
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| 1926 |
Die Süddeutschen
Meisterschaften werden im neuen Clubbad
ausgerichtet. Die beiden amerikanischen
Schwimmphänomene Walter Laufer und Russel Webb
aus Cincinnati waren zu Gast in Nürnberg. Vor
2000 Zuschauern verbesserte Laufer seinen
Weltrekord über 200m Lagen auf 2:49,9 (der Club Rekord steht
heute bei 2:13,17!). Über 100 Meter Kraul startet
Russel Webb u.a. gegen Jakob Ackermann. Webb
schlägt in 1:04,4 an, Jakob Ackermann wird in
1:17,3 sechster. Jakob Ackerman hat unserem
jetzigen Vorstand, Claus Swatosch, 1972 das
Schwimmen gelernt. |
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| 1927 |
Heiner Schlötter
wird zum Olympialehrgang nach Frankfurt
eingeladen. Heiner Schlötter, geb. am 2.12.1907 war seit 5. Januar 1920 im Verein. Er verstarb im
September 2000 als ältestes Miglied. |
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| 1928 |
Club-Sieg gegen
München 99 (4:1) in der Vorrunde zur Deutschen
Wasserball-Meisterschaft. Die erfolgreichen
Club-Wasserballer der 20iger Jahre waren:
Schlötter, Waltinger, Ruder, Wißmeier, Kipfer,
Eidenschink, Mißlbeck. |
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| 1930 |
Im August fand das
Endspiel um die Deutsche Wasserballmeisterschaft
im Clubbad statt. Die Wassertemperatur lag bei 15
Grad. |
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| 1932 |
Mit zwei ersten und
vier zweiten und einem dritten Platz kehrten die
Clubschwimmer aus Offenbach von den Süddeutschen
Jugendmeisterschaften zurück. Ernst
Rührenschopf gewann in persönlicher Bestzeit
von 1:11,9 die 100 m Kraul, Hans Zeller holte
über 100 m Rücken den Meistertitel. |
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| 1933 |
Anläßlich des
20jährigen Vereinsjubiläums wurde die
Bayerische Meisterschaft in diesem Jahr vom Club
ausgetragen. 5 Meistertitel wurden errungen,
darunter auch der Titel des besten
Rettungsschwimmers (Maluska). |
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| 1934 |
Hans Zeller erhält
Einladung zur Olympiavorbereitung des DSV nach
Berlin |
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| 1936 |
Im
Olympiajahr finden sich mit Rudolf Eckert (Brust)
und Liselotte Bachmeier (Kraul) zwei Aktive in
der deutschen Jugend-Bestenliste. |
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| 1937 |
Bedingt durch die politische Entwicklung standen immer weniger
Schwimmer für Wettkämpfe zur Verfügung.
Wasserball wird nur noch im Raum Nürnberg
gespielt. Bei den Bayerischen Meisterschaften in
Mellrichstadt (Wassertemperatur 15 - 16 Grad)
konnten 8 Titel errungen werden. |
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| 1938 |
Die Zeiten änderten
sich. Von nun an gab es HJ Prüfungsschwimmen,
Bannmeisterschaften, Reichsleistungsklassen. Karl
Schaller wurde Deutscher Heeresmeister über 200
m Brust in 2:57,8. |
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| 1940 |
Von nun an ging es
bergab. Die Vereinszeitung wurde immer dünner,
letztendlich wird aus der Vereinszeitung die
1.FCN Feldpostbriefe nur wenige
Sportberichte, dafür mehr Grüße von der Front
an die Heimat. |
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| 1941 |
Liselotte Bachmeier
(jetzt Böhrer) wurde in Breslau Deutsche Meisterin über 400
m Freistil. Dies war der erste Landestitel für den Club und
auch für die Stadt Nürnberg. Zweiter Teilnehmer des Clubs
war Alfred Böbel, der über 100 m Freistil den sechsten Platz
belegte (bei 18 Startern). |
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| 1946 |
Das Clubbad wird von der
amerikanischen Besatzungsmacht beschlagnahmt.
Wieder halfen die Nachbarvereine Bayern 07, TSV
1846 und Siemens in der badlosen Zeit und
stellten ihre Bäder zu Trainingszwecken zur
Verfügung. Erst im Herbst 1949 wurde das Clubbad
wieder an die Schwimmabteilung zurückgegeben.
Nach über 20jähriger Amtszeit gibt Fritz
Böckel die Abteilungsleitung an seinen
Nachfolger Richard Waltinger ab. Aus heutiger
Sicht ist er der Vorstand mit der längsten
Dienstzeit in der 88jährigen Vereinsgeschichte. |
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| 1949 |
Das Volksbad wird
wieder geöffnet. Wegen der Kriegsschäden steht
nur eine Halle zur Verfügung. Im Endspiel der
Nordbayerischen Wasserballmeisterschaften besiegt
Bayern 07 den Club klar mit 7:0.
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